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Marcel von: am: 31.05.2011
Marcel Autor(in):    |   31. Mai 2011   |    Kategorie: Genusstouren, Hunsrück,

Ruwer – Hochwald Radweg… hier lässt es sich locker radeln!

Als Genussradfahrer, der ich nun auch immer häufiger bin, fährt man ja am liebsten flache Strecken. Also kann man den Genießer auf zwei Rädern getrost als den Sprinter der radfahrenden Zunft bezeichnen – denn diese scheuen die Berge ja auch oder haben zumindest nie eine innige Liebe zu ihnen aufbauen können. Ich habe mich also auf meiner Fahrt auf dem Ruwer Hochwald Radweg so gut gefühlt wie ein Fisch in frischem Quellwasser – denn hier ging es hauptsächlich bergab!

Auf einem „Bahntrassenradweg“ unterwegs zu sein war für mich nicht nur Neuland, sondern vor allem auch beeindruckend, denn man ist dermaßen weit weg von allem Ungeliebten (Verkehr, Motorenlärm und Abgasen), dass man fast vergisst, dass man auch von allen Annehmlichkeiten der Zivilisation genauso weit weg ist – Biergärten, Restaurants und Cafés…

Bei einer genauen Betrachtung der Strecken (und hier ist www.radwanderland.de einfach unschlagbar) kann man seine Route allerdings akribisch planen und ehrlich gesagt ist man auch nie weiter als eine viertel Stunde von den angesprochenen Annehmlichkeiten entfernt – man wird also weder einen Hungerast bekommen, noch dehydriert vom Rad steigen müssen. Diverse Pausenmöglichkeiten mit Bänken und Ähnlichem mitten im Wald haben für meinen Begriff nämlich auch ihren Reiz!

Meine Tour auf dem im Mai 2009 eröffneten und dementsprechend perfekt asphaltierten Bahntrassenradweg startete ich einen guten Monat später, es war Mitte Juni.

Allerdings nicht bei erwarteten 20°C oder mehr, sondern bei 15° (oder waren es doch nur 12°C ?)!

Die Sonne ließ sich auch nicht blicken, dafür ab und an etwas Nieselregen! Meine Journalistenkollegen, die mit auf die Strecke gingen, schien das allerdings weniger zu stören als mich. Also, gute Miene zum feuchtkalten Spiel und losgeradelt – schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern höchstens schlechte Kleidung.

Nachdem die Sitzpositionen Aller gecheckt und eingestellt waren (hier noch mal DANKE an das Team von Rheinland – Pfalz Tourismus, denn selten hab ich ein so zweckmäßiges „give away“ wie das Innensechskant Multitool bekommen!

Kaum losgefahren nahmen wir Fahrt auf, denn es ging zunächst immer leicht bergab – selbst für unsportliche Anfänger und Kinder mit Stützrädern ist dieser Radweg (trotz der Kälte) wärmstens zu empfehlen! Die wenigen Straßen, die man kreuzte, waren wenig befahren und die Beschilderung der Übergänge hätte besser nicht sein können.

Nun warteten wir alle gespannt auf die Stelle, für die sich der Bürgermeister im Vorfeld entschuldigt hatte – denn auf ca. 3 km führe der Radweg von der Bahntrasse weg – das hätte eine „nicht zu vernachlässigende Steigung“  zwischen Kell und Zerf zur Folge…

Mal ehrlich: wer diese Miniwelle nicht schafft, der steigt auch bei Gegenwind ab.

Wir meisterten den Anstieg natürlich alle ohne Probleme – es war sogar noch genug Puste da für ein paar angeregte Gespräche – nebeneinander, teils zu dritt wohlgemerkt, denn der Radweg war wirklich breit genug.

Im zwischendurch immer enger werdenden Tal (der Radweg ließ sich davon nicht beeindrucken…) hatten wir dementsprechend auch mit dem Gegenverkehr keine Probleme. Die von mir im Vorbeifahren abgelichteten Gruppen kamen mal sportlich ambitioniert daher – leider teils ohne Helm, aber die gutgelaunten Genussradler die freundlich grüßten und winkten waren definitiv in der Überzahl!

Die Tour  war landschaftlich wunderschön und in angenehmer Begleitung zügig bergab zu radeln war ein relaxender und wunderschöner Start in den Tag, der sich inzwischen auch wettermäßig extrem verbessert hatte.

Die abschließende Rast kurz vor Ruwer, inklusive Mittagessen und weiteren guten Gesprächen, war für mich dann der vorläufige Abschied vom stressfreien Leben: Es folgten viele Kilometer im Freitag Nachmittagverkehr inklusive Baustellen und Staus in Richtung Frankfurt Airport – von Genuss keine Spur mehr…

 

Bis Bald in Rheinland Pfalz

Marcel Wüst



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1 Kommentar »

  1. Bahntrassenradeln in Rheinland-Pfalz - Outdoor Magazin » outdooractive.com — 21. Juli 2011 @ 15:05

    […] Auf dem Blog http://www.radreporter.de gibt es schon einen Blogbeitrag zum […]

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