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Marcel von: am: 11.07.2011
Marcel Autor(in):    |   11. Jul 2011   |    Kategorie: Mosel-Saar,

Genussradeln entlang der Mosel

Wer Mosel sagt, denkt dabei meistens an Wein – und das zu Recht! Dass man diese tolle Weinreich auch mit dem Rad erobern kann, denken da wohl schon Weniger.

Mein Mosel Radreisebericht soll nun dabei helfen, diese Vorstellung nachhaltig zu ändern.

Unsere Pressefahrt begann mit einem Bustransfer – durch Weinberge und vorbei an der Burg Cochem ging es bis nach Longuich und dort auf die Räder. Auf dem breiten, flachen und direkt an der Mosel entlang führenden Radweg stellt sich sofort ein gutes Gefühl ein. Die Sonne lugte immer wieder mal durch und der Besuch der Villa Rustica sorgte dann für den ersten (klitzekleinen) guten Schluck Moselwein. Kultur und Geschichte pur und auch die Aufforderung an die Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde im Zaum zu halten entging meiner Digitalkamera nicht 😉 !

 

Am angenehmsten an Radtouren mit kleinen Gruppen ist eigentlich die Tatsache, dass man sich permanent unterhalten kann – wenn man das möchte! So kann man alles auf der Strecke gesehene gleich kontrovers diskutieren und kommentieren.

Wer die Ruhe mag, der kann am Ende der Gruppe auch das genussvolle und stille Dahingleiten genießen.

Wer nicht aufpasst wird auf dem Moselradweg allerdings nicht weit kommen, wenn er an allem, was irgendwie interessant erscheint, anhält und Fotos macht. Die Schleuse in Detzem ist jedoch eine Rast sowie ein Foto wert. Vor allem, wenn wie in unserem Fall, gerade ein Schiff einfährt:

Die weitere Strecke macht dann, auf teils breiten Wirtschaftswegen und mit ein paar Ortsdurchfahrten gespickt Appetit auf das Mittagessen, bzw. dem was neben obligatorischen Mineralwasser dazu gereicht wird: Fantastischer Moselwein. Die Weinberge sind auf dem Moselradweg allgegenwärtig, und manchmal stellt sich auch die Frage, wie auf den teils extrem steilen Schieferhängen überhaupt etwas wachsen kann, was so gut schmeckt.

Uns jedenfalls schmeckte wieder ein „wönziger Schlock“ zum Lunch – und dann ging es auch schon weiter in Richtung Rheintal.

Die typischen Moselstädtchen mit Doppelnamen haben schon auf der Klassenfahrt in der sechsten Klasse Eindruck auf mich gemacht: Treis Karden (TK), Traben Trarbach (TT) und Bernkastel Kues (BK) sind die, die mir spontan einfallen…

In BK besichtigten wir dann das Weinkulturelle Zentrum, die Vinothek und das mittelalterliche Cusanus Stift mit toller Architektur und einer weltberühmten Bibliothek.

Die Handschriften des großen Gelehrten und Kardinals Nikolaus von Kues sind wirklich etwas ganz Besonderes – man fühlt sich wie auf einer Zeitreise.

Danach ging es in die Altstadt und dort hatte mein kölsches Herz allen Grund zur Freude.

Dass Menschen überall in der Welt und auch an der Mosel mal ein leckeres Kölsch trinken entging mir nicht und auch für ernährungstechnisches Mulitkulti ist in BK gesorgt:

Eins der schmalsten Fachwerkhäuser der Welt gab es zu bestaunen – und die Schilder die das Abstellen von Fahrrädern an Hauswänden verbieten machen bei der Vielzahl der Radler die unterwegs waren schon Sinn – man muss ja nicht mit dem Rad bis ganz rein in die Fußgängerzone fahren. Das die nächste Station, nämlich TT, das nur knapp 4 km Luftlinie entfernt, an der Mosel entlang aber 24 Kilometer nötig sind es zu erreichen,  liegt in der Natur des den Moselschleifen folgenden Radweges – allerdings bleibt die Strecke hier überall ganz flach, und man kann bei der ewigen Kurverei auch nicht das Pech haben, den ganzen Tag Gegenwind zu haben!

Außerdem führt diese Strecke an den in Marketingfragen sehr kreativen Erfindern des „Kröver Nacktarsches“ vorbei – dem zwar nicht besten, aber wohl bekanntesten Moselwein überhaupt.

Der Moselradweg vereint neben kulinarischen Genüssen, Wein und Kultur pur auch die familienfreundliche Streckenführung und tolle Infrastruktur miteinander.

Wer jetzt noch zaudert ist selber schuld – auf die Räder, marsch, marsch!

 





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