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Streckenmeister von: am: 14.09.2011
Streckenmeister Autor(in):    |   14. Sep 2011   |    Kategorie: Romantischer Rhein, Tourentipps, Westerwald,

Mit der Fähre auf die Schäl Sick – Radtour an den Rhein

Streckenverlauf:

Bad Neuenahr – Remagen – Oberwinter – Fähre Rolandseck-Bad Honnef – Schmelztal – Aegidienberg – Sankt Katharinen – Rossbach – Waldbreitbach – Hausen – Rothe Kreuz – Linz – Fähre Linz-Kripp – Bad Neuenahr

Da es sich um einen Rundkurs handelt ist der Einstieg an jeder Stelle möglich.

Mein Startort liegt im Zentrum von Bad Neuenahr auf dem Moses-Parkplatz. Bei angenehmen Temperaturen geht es vorbei am weltberühmten Apollinarisbrunnen.

„Der Winzer Georg Kreuzberg ersteigerte im 19. Jahrhundert einen Weinberg in der Nähe von Bad Neuenahr. Als jedoch der Wein auf diesem Berg nicht gedeihen wollte, brachte er Probebohrungen nieder und fand im Jahr 1852 in 15 Meter Tiefe kohlensäurehaltiges Wasser. Die hohe CO2-Konzentration im Boden war der Grund des schlechten Wachstums seiner Weinstöcke. Kreuzberg benannte die Quelle nach dem Heiligen Apollinaris von Ravenna – dem Schutzpatron des Weines. Das war der Beginn der Nutzung der Apollinarisquelle.

Apollinarisbrunnen im Ortsteil Heppingen

1895 meldete Apollinaris das rote Dreieck – mit dem Symbol wurden in Großbritannien besonders gute Produkte ausgezeichnet – und den Slogan „The Queen of Table Waters“ als Warenzeichen an.

 

 Apollinaris ist ein natürliches Mineralwasser und gehört nicht in die Qualitätskategorie Tafelwasser, das auch Leitungswasser enthalten darf. Apollinaris wird ausschließlich an zwei natürlichen Quellen gewonnen und dort, mit Ausnahme der Kohlensäure, ohne weitere Veränderung abgefüllt.“ Quelle: Wikipedia

 

Über Heppingen, Lohrsdorf, Bad Bodendorf und Remagen geht es an den Rhein. Kurz bevor ich den Rhein-Radweg erreiche, fahre ich am ehemaligen Wohnhaus von Rudolf Carrachiola, dem erfolgreichsten deutschen Automobilrennfahrer der Vorkriegszeit vorbei.

„Caracciolas Eltern waren begeisterte Motorsportler – und bereits im Alter von 15 Jahren durfte er mit Sondererlaubnis den Führerschein machen. Im Jahre 1926 gewann er auf einem Mercedes überraschend unter widrigen Wetterbedingungen den ersten Großen Preis von Deutschland auf der Berliner AVUS. Im Jahr darauf gewann er das erste Autorennen auf dem neu gebauten und laut seiner Aussage „bärig schweren“ Nürburgring.

Rudolf Carrachiola in Remagen

Die dortige enge Linkskehre Karussell befuhr er einige Jahre später als erster absichtlich unter Zuhilfenahme des Straßengrabens auf der Innenseite, wodurch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich waren. Dieser Graben war ursprünglich nur für das Ableiten von Regenwasser geschaffen worden. Daraufhin wurde das Karussell mittels Betonplatten als Steilkurve befestigt und somit regulärer Teil der Piste. Diese berühmte Kurve auf der Nordschleife wurde anlässlich seines 100. Geburtstages in Caracciola-Karussell umbenannt.“ Quelle: Wikipedia

 

 

Der weitere Weg führt mich am Yachthafen von Oberwinter vorbei, ehe ich in Rolandseck das Arp Museum erreiche.

„Seit 1964 wurde der Bahnhof Rolandseck unter der Leitung von Johannes Wasmuthzu einem Zentrum kulturellen Lebens. Konzerte und Ausstellungen fanden dort statt, und Künstler lebten und arbeiteten im Gebäude des Bahnhofs. Nach dem Tod von Johannes Wasmuth endete erst einmal das kulturelle Leben im Bahnhof.

Arp Museum

Am 22. Oktober 2004 wurde der Bahnhof als „Arp Museum Bahnhof Rolandseck“ wieder eröffnet. Nach dem ursprünglichen Konzept sollten die Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e. V. und das Land Rheinland-Pfalz das Museum gemeinsam betreiben. Die Stiftung stellte zunächst ihre Sammlung mit Werken von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp für Ausstellungen zur Verfügung. Nach massiven Streitigkeiten über die Vertragstreue der Stiftung, die der Gründungsdirektor Klaus Gallwitz als „erklärten Krieg“ bezeichnete, erklärten die Partner im Juli 2008 die Zusammenarbeit für beendet; die Stiftung zog die ihr gehörenden Werke aus dem Museum ab. Das Land erklärte, den Bau mit den rund 400 Werken Arps in Landesbesitz und Leihgaben anderer Sammler und Museen bestücken zu wollen. Das neue Konzept greift in alternierenden Ausstellungen seit 2009. 2010 war das Museum mit 61.000 Besuchern das meistbesuchte Kunstmuseum in Rheinland-Pfalz.“ Quelle: Wikipedia 

Fähre Rolandseck – Bad Honnef

Da aber die Fähre schon auf mich wartet, geht es direkt hinüber auf die Schäl Sick nach Nordrhein-Westfalen.

Hotel zur Post in Waldbreitbach

Durch Bad Honnef und das Schmelztal geht es hinauf nach Aegidienberg. Kurz hinter Rottbitze habe ich wieder rheinland-pfälzischen Asphalt unter den Reifen. Es folgen kleinere „Asphaltblasen“ bis nach Sankt Katharinen. Nach einer langen geraden geht es nach links in Richtung Rossbach. In rasender Fahrt geht es hinab in´s Tal der Wied. Ich folge der Wied einige Kilometer und lege in Waldbreitbach im Hotel „Zur Post“ einen kurzen Stopp ein. Im Ortsteil Hausen verlasse ich das Wiedtal um mich über Frorath, Seidenhahn nach Weissfeld hinauf zu quälen. Der Kreisstrasse 3 folgend geht es vorbei an Rothe Kreuz um kurz darauf nach links abzubiegen.

Bei der nun folgenden Abfahrt solltet ihr auf keinen Fall den herrlichen Blick auf das Rheintal verpassen. In Linz verlasse ich die „Schäl Sick“ wieder mit der Fähre.

Rheintal und Siebengebirge

„Der Ausdruck Schäl Sick kommt vom kölschen Wort schäle für „blinzeln“, verwandt mit „schielen“ oder „scheel anblicken“. In früheren Zeiten, als es noch keine Dampfschifffahrt gab, wurden Kähne, so genannte Treidelschiffe, von Pferden flussaufwärts gezogen (getreidelt). Die Tiere wurden dabei vom Sonnenlicht reflektierenden Wasser geblendet, sodass sie das andere Ufer nur „erblinzeln“ konnten. Um die Pferde vor Augenschäden durch die Sonneneinstrahlung zu schützen, legte man den Tieren auf der dem Wasser zugewandten Seite Scheuklappenan, wodurch diese die andere Rheinseite gar nicht mehr sehen konnten.“ Quelle: Wikipedia

Fähre Linz – Kripp

Von Kripp geht es nun vorbei am Sinziger Mineralbrunnen über Bad Bodendorf zurück nach Bad Neuenahr. Am Ende stehen 80 km und 853 Höhenmeter auf dem Tacho.

Viel Spaß beim nachfahren der Tour, wünscht Euch,

 Euer Streckenmeister





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