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Robert von: Robert am: 6.10.2011
Robert Autor(in): Robert    |   6. Okt 2011   |    Kategorie: Tourentipps,

Radtour durch den sommerlichen Herbst

Mit meinem Nutella-Brot in der Hand breche ich, wie immer zu spät zum vereinbarten Treffpunkt an der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz auf. Dort stehen schon die Kollegen und warten auf mich. Ein weiterer Kollege wird noch in „Nizza am Rhein“ aufgegabelt und dann geht es richtig los. 7 Leute, 5 Canyon Kollegen und 6 Canyon-Räder. Wenn wir es nur öfter schaffen könnten, so viele Leute zu einer gemeinsamen Tour zusammen zu kriegen.

Am Rhein entlang fahren wir über Lahnstein nach Braubach. 15 Kilometer einrollen bis zur ersten Steigung. Von hier an geht es acht Kilometer bergauf. Eine schöne und auch landschaftlich reizvolle Auffahrt. Gefällt mir. Die beiden, die nicht zur Firma gehören fahren auf und davon. Großes Blatt und ab geht er. Und auch unsere Bergziege Damir geht hinterher. Ich habe Mühe das Hinterrad zu halten, aber ich hab ja auch nebenbei die Kamera in der Hand um Fotos zu machen.

Oben sammeln wir uns und warten auf die Abgeschlagenen. Der erste Mitfahrer verlässt uns schon, aber er hatte auch schon einer weitere Anreise und von hier an eine noch weitere Heimreise.
Weiter geht es, noch ein Stück Höhenmeter machen bis wir uns gemeinsam in eine schöne Abfahrt stürzen. Gegenseitig wechseln wir uns ab, auch wenn sich die Funktion des belgischen Kreisels noch nicht jedem erschlossen hat. Die Strecke ist wellig und hat auch ein bisschen was von belgischen Klassikern. Nur das Wetter ist schöner. Über 25 Grad plus am 2. Oktober entschädigt schon etwas für den komischen Sommer. Der zweite Tag in Folge, an dem ich mir im Herbst einen Sonnenbrand einfange. Verkehrte Welt.

In Nastätten bei Kilometer 34 trennen sich dann die Wege der verbliebenen sechs Mann. Drei fahren weiter Richtung Taunus oder Westerwald. Wer weiß das schon genau, denn ich schlage mit zwei Kollegen den Weg Richtung Rhein ein. Die nächsten vier Kilometer bis Bogel geht es seicht bergauf und Damir denkt sich wohl, wenn ich schneller fahre, bin ich schneller oben und muss nicht so lang am Berg fahren. Das Vorhaben gibt er allerdings auch schnell auch. Also fahren wir jetzt zu dritt gemeinsam und freuen uns über einen super schönen Tag auf dem Rennrad. Die Gespräche drehen sich um rasierte und nicht rasierte Beine, um nicht installierte Flaschenhalter und somit auch nicht mitgebrachte Trinkflaschen. Damir und ich bieten René dann was aus unseren Bidons an, nicht das er noch verdursten muss.

In Bogel auf 360 Metern angekommen nehmen wir die Abfahrt zum Rhein in Angriff. Neun Kilometer auf denen wir unseren Schnitt deutlich nach oben korrigieren. Ich spanne mich vor das Feld und die anderen reihen sich wie auf die Perlenschnur gefädelt hinter mir ein. Neun Kilometer mit einem Schnitt von 52,1 Kilometern pro Stunde machen mächtig Spaß.

Am Rhein in St.Goarshausen angekommen drückt die warme Luft. Noch 35 Kilometer bis Koblenz. In den kleinen Dörfern entlang des Rheins habe ich manchmal gar nicht das Gefühl in Deutschland Rad zu fahren. Es könnte auch irgendwo in Frankreich oder Italien sein. Wären da nicht die unentspannten hupenden und drängelnden Autofahrer. Schreckliche Menschen. Nicht einmal am Sonntag haben die die Ruhe weg. Wir dagegen lassen uns nicht aus dem Konzept bringen und uns auch nicht auf den Radweg abdrängen. Den benutzen wir erst etwas später von Osterspai bis Braubach, wo er auch wirklich fahrbar ist. In Braubach angekommen fahren wir mitten durch eine andere Zeit. Alle Bewohner des Städtchens sind verkleidet wie vor 100 Jahren und offensichtlich auf dem Weg zu einem Kirmesumzug.

Zwischen Braubach und Lahnstein macht einer meiner beiden Mitfahrer dann leider noch Bekanntschaft mit dem Asphalt. Vielleicht liegt es an der Unkonzentriertheit aufgrund von Flüssigkeitsmangel in Folge vergessener Trinkflaschen. Man weiß es nicht. Eine aufmerksame Bürgerin aus dem Haus direkt am Ort des Geschehens springt aber gleich auf die Straße und bietet ihre Hilfe in Form von Pflastern an. Ich frage sie, ob sie hinter dem Fenster steht und die Gefahrenstelle ununterbrochen beobachtet, worauf sie entgegnet, dass so was hier alltäglich sei und sie den Verbandskasten schon im Flur gelagert hat. Nach kurzem Stopp wieder aufs Rad, weiter treten auch wenn ein bisschen Tapete ab ist. Der Schnitt von bisher 28 Sachen ist nun hin, aber das ist Nebensache. Kurze Zeit später erreichen wir Koblenz und jeder fährt seiner Wege. Ich wünsche gute Besserung und freue mich auf die nächste gemeinsame Runde mit den Kollegen.





1 Kommentar »

  1. iPhone 5 — 17. Februar 2012 @ 13:47

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