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Eva von: Eva Krämer am: 9.07.2012
Eva Autor(in): Eva Krämer    |   9. Jul 2012   |    Kategorie: Genusstouren, Hunsrück, Mosel-Saar,

Entspanntes Radeln durch Wetterkapriolen

Was für eine Radtour auf
den Höhen des Hunsrücks und in die Täler von Saar, Mosel und Ruwer!

Ich bin die typische Genussradlerin. Landschaften genießen, langsam dahingleiten und dabei
zwischendurch: Sonne tanken. Natürlich bin ich die typische Schönwetter-Radlerin.
Im Regen Fahrradfahren? Kommt für mich nicht in Frage. 

Nichtsdestotrotz hatte ich meine Erkundungstour auf dem Hunsrück-Radweg zwischen
Kell am See und Saarburg in Verbindung mit dem Saar-Radweg
,
dem Mosel-Radweg und dem Ruwer-Hochwald- Radweg nun einmal fürs Wochenende
geplant (die Wettervorhersage lautete „Regenwahrscheinlichkeit: 90 %“). Kneifen?
Gibt´s aber auch nicht bei mir. Also los!  Außerdem stimmen die
Wettervorhersagen ja meist nur zu 50 %. Beträgt die Regenwahrscheinlichkeit dann
nur noch von 45 %? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Also machte ich mich auf den Weg nach Kell am See. Dort – beim Hotel Zur Post – ein E-Bike geliehen
und los ging es über den Hunsrück-Radweg Richtung Zerf. Bereits am Ortsausgang
war ich völlig durchnässt. Wider Erwarten hat mich das aber nicht aus der Ruhe
gebracht. Nach ein bisschen „Augenblinzeln“ hatte ich mich an den Regen gewöhnt
und irgendwie auch damit abgefunden. Und so radelte ich entspannt dahin, mitten
durch die grüne Natur und ganz allein (das ist der Vorteil von schlechtem
Wetter). Der Fahrtwind tat sein Übriges: an der Saar angekommen, war ich wieder
trocken. Auf dem Saar-Radweg begegneten mir dann auch wieder ein paar andere
Radler. Weiter ging‘s bei Konz auf den Mosel-Radweg bis nach Trier. Die
angeblich niederschlagsarme Römerstadt erwartete mich wettertechnisch mit einem
Hagelschauer. Wie im April! Dass meine Unterkunft für diese Nacht sowohl Sauna
als auch Schwimmbad zur Verfügung stellte (Hotel Blesius Garten), hat mich gen
Abend mit den Wetterkapriolen mehr als versöhnt.

Am folgenden Tag ging es weiter entlang der Mosel bis Ruwer und von dort über den
Ruwer-Hochwald-Radweg. Angenehm ist es – da die Radroute mal eine Bahnstrecke
war – die unvermeidbaren Höhen aus dem Ruwertal hinauf zum Hunsrück, mit
stetiger, aber dementsprechend nur leichter Steigung zu überwinden. Mit dem
E-Bike wirklich „null problemo“. In diese Richtung sind die Weinberge, Wiesen
und Felder auch bestens zu genießen. Und das Wetter? Natürlich: Regen. Alle
Eindrücke habe ich im wahrsten Sinne des Wortes „aufgesaugt“.
Da kann ich den tollen Service des Hotels Zur Post in Kell am See am Ende der
Tour nur loben: in der zum Hotel gehörenden Radstation wurde mir vom Inhaber
eine warme Dusche und ein heißer Kakao mit Sahne angeboten. Trocken und
glücklich ging es mit dem Auto wieder nach Hause.
Eine wirklich erlebnisreiche Tour. Und so wasser-erprobt wie ich jetzt bin, ist
natürlich auch schon die nächste Radtour geplant. Wettervorhersage?
Interessiert mich nicht mehr.

Mein persönliches Highlight der Radtour: die absolute Ruhe am Hunsrück-Radweg und der weite Blick
hinter der Steigung bei Oberzerf. (Gern hätte ich auch Bilder gemacht, aber
meine Kamera ist leider nicht wasserfest.)





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