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von: ADFC OG Burgdorf/Uetze am: 16.07.2012
Autor(in): ADFC OG Burgdorf/Uetze    |   16. Jul 2012   |    Kategorie: Genusstouren,

Meerweg

1. Tag Wilhelmshaven – Bad Zwischenahn (Aue) ca. 68 km

Der Meerweg stand schon lange mal auf dem Programm. Aber irgendwie hat
das nie geklappt. Es war ziemlich schlechtes Wetter angesagt, aber sehr
kurzfristig haben wir uns gesagt: jetzt geht’s los!
Bis Wilhelmshaven mit dem Niedersachsen-Ticket von Burgdorf morgens 8.24
Uhr mit dem Zug. Umsteigen in Hannover und Oldenburg problemlos und
auch sehr pünktlich.
Kurz nach 12 Uhr Ankunft in Wilhelmshaven wollten wir direkt auf den
Meerweg. Das erste Hindernis: die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die wir nutzen
wollten, war wegen Bauarbeiten gesperrt. Nirgends ein Hinweisschild,
welche Umleitung zu nutzen ist. Wir hatten ein GPS-Gerät dabei, so dass
wir dann irgendwie den Meerweg fanden. Eines der schönsten Teilstücke
konnte jedoch dadurch nicht geradelt werden.
Das südliche Friesland ist mit vielen Wiesen und zum Ende dieser Etappe
die vielen Baumschulen im Zwischenahner Gebiet sehr sehenswert und gut
zu radeln.

2. Tag – Bad Zwischenahn (Aue) – Lohne ca. 100 km

Morgens regnete es. Als wir nach dem Frühstück aufbrachen, sah es zwar
noch ziemlich dunkel aus, aber die Regensachen mussten wir noch nicht
anziehen. Die Strecke in Richtung Oldenburg ist abgeändert. Früher
führte die Strecke über Petersfehn in Richtung Wardenburg. Heute wird
man bis nach Oldenburg geführt. Dort geht es dann am Landtag und dem
Schloß vorbei. Ein Teil des Meerweges ist dann auch der Hunte-Radweg.
Eine der schönsten Etappen dieses Radweges.
Über Wardenburg, Grossenkneten – in Richtung Visbeck viele Steingräber –
(kurz vorher wurden wir ein wenig irregeführt) führt der Radweg dann in
Richtung Vechta und Lohne. Und dort wird es dann sehr
landwirtschaftlich. Nicht nur, dass die Schweinemastbetriebe immer mehr
werden sondern auch der Gestank und die Vermaisung der Landschaft. Das
fiel uns allen in diesem Gebiet sehr negativ auf. Statt die Schweine
artgerecht zu halten, werden sie in immer größer werdenden (und auch
noch viele in Bau begriffenen) Ställen gehalten und sehen nie das
Tageslicht. Statt sie in der riesigen vorhandenen Landschaft artgerecht
zu halten werden sie eingepferchte und mit Medikamenten vollgestopft.
Wir hatten an diesem Tag wieder mit viel Regen zu tun. Die meisten
Regenfälle konnten wir jedoch mit Pausen überbrücken, so dass wir kaum
Regenkleidung benötigten.

3. Tag Lohne – Uchte ca. 98 km

Am nächsten Morgen mussten wir dann doch unser Regenzeug gleich
frühmorgens anziehen. Auch heute war die Landschaft durch die
Viehmastställe geprägt. Von Ferne konnte man die Dammer Berge sehen. Am
Dümmer See war nichts los. Kein Wunder bei diesem Wetter. Auch heute
hatten wir zwischendurch mit Regenschauer zu tun. Der Dümmer See ist
seit Jahren überdüngt, was jetzt keinen von uns mehr verwunderte bei der
Ansammlung von Viehställen. Die Gülle stand z.B. auf einem Spargelfeld
wirklich zentimeterdick auf den Anpflanzungen. Es war mehr als ecklig!
Vom Dümmer Naturpark radelten wir am „Großen Moor“, zu dem auch das
Uchter Moor gehört, in Richtung Uchte. Ein Teil des „Großen Moores“
steht unter Naturschutz, der Rest wird jedoch durch den Torfabbau
zerstört. Niemand benötigt Torf für den Garten. Wann wird sich dann
endlich auch bei den Gartenbesitzern rumsprechen? Es gibt Alternativen!
Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, radelten wir noch durch
Uchte. Geprägt durch den Mühlenbach ist es ein kleines Örtchen.
Aufgefallen sind die vielen kleinen netten Häuser. Allerdings gibt es
dort auch viele Handelsketten.

4. Tag Uchte – Wunstorf ca. 62 km

Auch heute war wieder Regen angesagt. Morgens nur leichter, zum
Nachmittag starker Regen. Wir starteten in Richtung Meerweg. In Richtung
Weser zogen dann doch die Wolken heran, so dass wir unsere
Regenkleidung wieder nutzen mussten.
Kurz nach Müsleringen kamen wir über den Schleusenkanal um dann in
Schlüsselburg auch die Weser zu überqueren. Der Meerweg ist hier Teil
des Weser-Radweges.
Der Meerweg läuft aber dann in Richtung Loccum. Dort beginnt auch der
Naturpark Steinhuder Meer. Wir radelten dann den Höhenkamm der Rehburger
Berge entlang. Dort verlassen wir auch den Meerweg um direkt über
Hagenburg (auch ein Teil der Fürsten-Radroute), Steinhude nach Wunstorf
zum Bahnhof zu kommen (wir hatten angedacht noch bis Burgdorf zu radeln,
doch aufgrund des vorhergesagten schlechten Wetters entschieden wir uns
um).

Fazit: ca. 328 km, gemischte Eindrücke: landschaftliche schöne Strecken
wechselten sich ab mit stark durch Schweinemastbetrieben und Maisanbau
geprägten Gebieten ab.
Unterkünfte waren schwer zu finden (und das Preis/Leistungsverhältnis war nicht immer gegeben).
mehr dazu unter: www.myheimat.de  und
http://www.reiseland-niedersachsen.de/meerweg-1



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