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KaiMue von: am: 27.08.2012
KaiMue Autor(in):    |   27. Aug 2012   |    Kategorie: Tourentipps,

Fahrradfahren mit dem Smartphone

Für Fahrradfahrer ist ein Smartphone ein tolles Hilfsmittel, dass sie während ihrer Radtouren nutzen können, um zu navigieren und ihre Streckenleistung zu kontrollieren. Ich besitze bereits seit zwei Jahren ein Samsung Galaxy und nutze es seit etwa einem Jahr auch an meinem Fahrrad. Heute würde ich nicht mehr darauf verzichten wollen.

Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, inwiefern mir das Smartphone weiterhelfen würde, weil ich bisher mit meinem Fahrradcomputer und meiner Radwanderkarte vollkommen zufrieden war. Mehr aus einer Laune heraus habe ich mir dann aber im letzten Herbst eine Halterung gekauft, um das Smartphone am Lenker festzumachen und war schon nach der ersten Radtour begeistert.

Das Smartphone zur Navigation

Als erstes habe ich mein Telefon alleine zur Navigation benutzt. Google Maps war bereits vorinstalliert und ich brauchte bloß den GPS-Empfang einzuschalten, um es zur Navigation nutzen zu können. Meine Touren bereite ich sowieso meistens in Kombination aus einer Radwanderkarte und Google Maps vor (die Satellitenbilder sind mir eine große Hilfe, um das Gelände einzuschätzen). Jetzt konnte ich die Strecke auch direkt in Google Maps nachverfolgen.

Das mitgelieferte Navigationsprogramm ist zwar stark auf den Autoverkehr zugeschnitten und berechnet daher selten gute Fahrradrouten, aber auch hier hat Google dazugelernt: Mittlerweile werden auch Fahrradwege direkt in Google Maps angezeigt. Zwar noch lange nicht so genau wie in einer guten Fahrradkarte, aber das wird sich sicherlich in den nächsten Monaten noch ändern.

Beim Autofahren habe ich mit der Navigation per Smartphone häufig Verbindungsprobleme und die Anzeige ist nicht immer so genau. Während meiner Fahrradtouren war ich aber positiv überrascht, wie gut es dort funktionierte. Ich vermute, das liegt daran, dass in der freien Natur weniger Hindernisse das Satellitensignal stören als in der Stadt.

Das Smartphone zur Leistungskontrolle

Auch wenn ich beim Radwandern eher ein Genussfahrer bin, nutze ich auf meinen Touren dennoch gerne einen Fahrradcomputer. Es interessiert mich einfach, wie schnell ich bisher war und wie lange ich wahrscheinlich noch benötige. Das Smartphone unterstützt mich mittlerweile auch hierbei. Seine Genauigkeit, die zur Navigation noch ausreicht, genügt für die Leistungskontrolle aber nicht wirklich.

Wenn ich einfach nur wissen möchte, wo ich bin, macht es mir nichts aus, wenn ich einmal für einige Meter kein perfektes Signal habe. Ich weiß ja, auf welcher Straße ich fahre. Da muss die Standortbestimmung nicht metergenau sein. Wenn das GPS aber den Kilometerzähler und Tacho ersetzt, addieren sich die Fehler schnell zu hohen Werten. Ich bin schon oft Touren gefahren, die laut Fahrradcomputer um bis zu zwanzig Prozent länger waren, als sie es laut GPS waren.

Wem es bei der Leistungskontrolle nicht so stark auf Genauigkeit ankommt, der kann dafür also auch das Smartphone (mit entsprechenden Apps) nutzen. Persönlich habe ich aber zusätzlich immer noch gerne einen Fahrradcomputer dabei. Der hat kein großes Gewicht und solange es nur darum geht, die Strecke und die Geschwindigkeit zu messen, genügt ja auch ein einfaches Modell.

Fazit

Das Smartphone ist für mich zum unverzichtbarer Begleiter geworden, und ich bin gespannt, wie sich die Technik weiterentwickelt. Für alle die befürchten, dass sie mit Telefon auch auf dem Fahrrad plötzlich ständig erreichbar sind und ihre Radtouren nicht genießen können, habe ich auch noch ein Tipp: Einfach mal mutig sein und nicht abnehmen. Genießt erstmal eure Tour! Zurückrufen könnt ihr später immer noch.





2 Kommentare »

  1. Ein Fahrradkurier — 27. August 2012 @ 15:45

    Wir haben auch lange mit der Google-Navigation für Fahrräder experimentiert. Letztlich haben wir das im Kuriereinsatz für nicht wirklich praktikabel erachtet, privat im Toureneinsatz auch nicht. Das Problem ist die Akkulaufzeit. Nach zwei Stunden mit angeschalteter Navigation wird der Akku langsam knapp.

    Wenn es eine Outdoor-Navigation sein muss, die über Stock und Stein geht, bin ich immer noch beim Garmin eTrex hängengeblieben, auch wenn man die Touren vorplanen muss. Das macht man ja eh meist. Und in der Stadt ist ein „normales“ Navigationsgerät mit Fahrradfunktion immerhin vier Stunden im Einsatz, ohne aufzugeben. Die gibt es für unter 100 Euro.

    Wenn die Smartphones endlich auch einen vollen Arbeitstag mit eingeschaltetem GPS halten, dann komme ich wieder gerne darauf zurück. Aber danke für den Artikel! Vielleicht motiviert das die Hersteller ja…

  2. KaiMue
    KaiMue — 27. August 2012 @ 18:02

    Danke für die Ergänzung! Das Problem mit den Akkus ist wirklich ärgerlich. Ich würde mir wünschen, dass mein Telefon einen Stromsparmodus besäße, in dem es nur das Nötigste an Strom zieht. Scheint aber leider noch nicht möglich zu sein.

    Für mich selbst habe ich das Problem aber schon vor Längerem mit Kauf eines Ersatzakkus gelöst. Damit sind dann auch längere Touren möglich. Außerdem habe ich die Navigation selten während der kompletten Tour eingeschaltet, sondern schaue nur von Zeit zu Zeit mal wieder nach meinem Standort (im Kurierdienst, wo man immer wieder neue Adressen ansteuern muss, ist das natürlich nicht möglich).

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