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Trucki von: am: 16.07.2013
Trucki Autor(in):    |   16. Jul 2013   |    Kategorie:

Für eine Hand voll Pommes – Radmarathon „Bonn-Eupen-Bonn“

„Wie kann ein man nur so bescheuert sein, für ein lausiges Schälchen Fritten derartige Strapazen auf sich zu nehmen?“ Diese Frage – meist allerdings etwas freundlicher formuliert – mussten sich sieben Mitglieder des RTC Mehlem in den vergangenen Monaten öfter anhören. Der Grund hierfür war ihre beabsichtigte Teilnahme an dem Radmarathon „Bonn-Eupen-Bonn“ am 16. Juni 2013. Diese sog. „Pommes-Tour“ wurde auch in diesem Jahr wieder von dem Radsportverein „RSC Sturmvogel Bonn e.V.“ organisiert. Zugegeben: Die Dimensionen dieses Unternehmens sind durchaus beeindruckend. Schließlich sind eine Strecke von 244 Kilometern und ca. 2.400 Höhenmeter zu bewältigen. Und zu allem Überfluss gibt es an der Verpflegungsstelle in Eupen noch nicht einmal die begehrten „Vierkant-Kartoffelstäbchen“, die ja bekanntlich keiner so gut hinbekommt, wie die Belgier. Trotzdem sind sich die Teilnehme des RTC Mehlem einig, dass sich die Mühe und das frühe Aufstehen auf jeden Fall gelohnt haben.

 

Die gloreichen Sieben

Die gloreichen Sieben

Pünktlich um 8:00 Uhr erfolgte an der Rigal´schen Wiese in Bonn-Bad Godesberg der Startschuss. Nach fünf Kilometern neutralisiertem Start verlief die Strecke zunächst 70 Kilometer flach bis zur ersten Verpflegungsstation in dem mittelalterlichen Städtchen Nideggen. Ab dort begann die erste „Bergwertung“. Durch die Rureifel, vorbei am Rurstausee und durch den Hürtgenwald erreichten die Teilnehmer bald die belgische Grenze. Wer hier noch eine Zollstation oder einen Schlagbaum erwartet hatte, wurde enttäuscht. Lediglich die Fahrbahnbeschaffenheit deutete darauf hin, dass man sich nicht mehr auf deutschem Boden befand. Über eine abschüssige, verkehrsarme Straße durch den Wald war bald das Etappenziel Eupen erreicht.

 

Ortseingangsschild Eupen

Ortseingangsschild Eupen

 

Die in einer dortigen Schule errichtete Verpflegungsstation bot alles, was das Radlerherz bzw. die strapazierte Beinmuskulatur begehrt. Gut gestärkt ging es weiter, am Eupener Stausee vorbei durch einen Wald (die berüchtigte Panzerstraße war wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt) und die Ausläufer des Hohen Venns. Irgendwo dort, an einem Wanderparkplatz, wurde ebenso unspektakulär, wie bereits nach Belgien hinein, erneut die Grenze passiert. Nach wenigen Kilometern erreichten die Teilnehmer das Dörfchen Mützenich, das aufgrund seiner Grenznähe nach dem zweiten Weltkrieg als Hochburg des Kaffeeschmuggels von Belgien nach Deutschland berühmt wurde. (Übrigens: Am Ortseingang erinnert das Denkmal eines Kaffeeschmugglers an diese verrückte aber sicher auch entbehrungsreiche Zeit).

 

Der Eifeldom in Kalterherberg

Der Eifeldom in Kalterherberg

Immer noch mit reichlich Höhenmetern gesegnet war auch die weitere Strecke, die durch die Orte Kalterherberg, Monschau-Höfen, Schleiden und Kall durch die schöne Nordeifel führte. Ab Kirchheim, einem Dorf am Fuße der Steinbachtalsperre in der Nähe von Bad Münstereifel, gehörten die größeren Kraftanstrengungen jedoch fast der Vergangenheit an. Die letzten Kilometer führten nahezu flach über Meckenheim und Berkum nach Bad Godesberg.

Mit der „Pommes-Tour“ ist es den fleißigen „Sturmvögeln“ mit ihren Sponsoren und den unermüdlich um das Wohl der Fahrer bemühten Rettungssanitätern gelungen, ein wirklich hervorragendes Radsport-Event zu schaffen. Dieses unvergleichliche Erlebnis sollte sich kein halbwegs sportlich ambitionierter Rennradler entgehen lassen.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.bybike.de zu finden.

 





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