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von: Elisabeth am: 1.08.2013
Autor(in): Elisabeth    |   1. Aug 2013   |    Kategorie: Radwege, Regionen, Romantischer Rhein, Tourentipps,

Für stramme Wadeln durchs Rheintal radeln – mit einer österreichischen Reisebloggerin unterwegs von Rüdesheim nach St. Goar

Eine Radtour im schönsten Sonnenschein, exklusive Schlemmereien und mit einem Eis in der Hand den Rhein entlang schippern – das klingt doch nach dem schönsten Erholungsurlaub, oder? Nein, für mich war das am vergagenen Freitag tatsächlich Arbeitsinhalt. Seit einer Woche war ich nun Praktikantin bei der Romantischer Rhein Tourismus GmbH auf der Loreley und ich staunte nicht schlecht, als mir Geschäftsführerin Claudia Schwarz bereits am ersten Tag mit einem strahlenden Lächeln den Vorschlag unterbreitete sie bei ihrem Treffen mit einer Reisebloggerin doch zu begleiten.

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Der romantische Rhein bei St. Goarshausen

Bei der Bloggerin handelte es sich um Elena Paschinger, eine quirlige Unternehmerin aus der Wachau in Österreich. Elena war unterwegs durch die deutschen Welterbestätten auf Einladung des Vereins der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V., und da durfte ein Besuch in unserem schönen Mittelrheintal natürlich nicht fehlen. Denn seit 2002 ist dieses ja auch UNESCO Welterbe.

Sehr früh morgens traf ich mich mit meiner neuen Chefin also am Bahnhof in St. Goars- hausen und wir fuhren Richtung Rüdesheim, an das Tor zu unserem Welterbetal. Elena wartete bereits auf uns, wir wurden einander vorgestellt und verstanden uns auf Anhieb. Auf dem Weg zum Fahrradverleih „Radkranz“ erzählte sie uns begeistert von ihren bis- herigen Stationen. Der nette Herr vom Radverleih hatte uns bereits drei E-Bikes fertig vor die Tür gestellt.

Zunächst war ich etwas skeptisch, hatte ich doch noch nie ein solches Gefährt aus- probiert und war dann doch, was meine körperliche Fitness anbelangt, soweit von mir selber überzeugt, dass eine 13 km Strecke, zudem vollkommen flach am Rhein entlang, wohl zu schaffen sei. Aber der Verleiher war felsenfest davon überzeugt, dass wir un- bedingt E-Bikes brauchten! Also gut – nach einer kurzen Erklärung ging es los und tatsächlich war es gar nicht so schlimm wie von mir angenommen. Ein elektrisches Fahrrad ersetzt also keineswegs die eigene Muskelkraft, sondern macht aus einer unter Umständen schweißtreibenden Tour – zumal die Sonne uns mit gut 30°C auf den Kopf schien – entspanntes Radeln mit jede Menge Muße zum genießen der Natur- und Kultur- highlights. Außerdem macht es richtig Spaß die ganzen Nicht-Schummler mit einem strahlenden Lächeln geschwind zu überholen, wenn es dann doch mal bergauf ging.

Unterwegs mit den E-Bikes

Unterwegs mit den E-Bikes

Von Rüdesheim aus überquerten wir den Rhein mit einer großen Fähre um nach Bingen zu gelangen. Dort angekommen, machten wir auch sofort schon wieder Halt und schauten uns in den Anlagen der ehemaligen Landesgartenschau um. Die kleinen Projektgärten am Flussufer sind nach wie vor liebevoll gepflegt und bepflanzt. Am besten gefiel uns allen jedoch ein kleiner Garten, in dem es vor kunterbunten Wiesenblumen nur so wimmelte. Man hätte es fast kitschig finden können, wenn es nicht so schön ausgesehen hätte.

Wiesenblumen soweit das Auge reicht

Wiesenblumen soweit das Auge reicht

Da die Sonne ordentlich vom Himmel strahlte, legten wir vorsorglich noch eine Pause am alten Zollamt ein, dass wohl erst kürzlich zu einem superschönen, modernen, aber dennoch gemütlichen Restaurant umgestaltet wurde. Dort entdeckten wir für uns kulinarische Neuheiten, wie die Rhabarbersaftschorle – lecker!

Elena Paschinger und ich

Elena Paschinger und ich

Irgendwann konnten wir uns dann aber nicht mehr länger drücken und radelten los, am Ufer entlang durch schattensprendende Bäume, während der Rhein stets majestätisch rechts neben uns her floss. Unser Gast zeigte sich begeistert von der Natur, den rauen Felsen und den malerischen Weinbergen.

So kamen wir schließlich in Bacharach an – dank der E-Bikes ganz ohen roten Kopf. Dort konnten wir unsere Räder einfach am Anleger der KD abgeben, wo sie ein netter Kapitän wieder mit zurück nach nehmen würde. Was ein Service und was für eine tolle Organisation seitens des Romantischen Rheins!

Wir kehrten beim Welterbegastgeber Rheinhotel Stüber ein und bekamen ein TOP-Menü serviert! In den eigens kreirten Rezepten werden hier nur regionale Produkte verwendet und wunderschön passend auf einer Platte aus heimischem Schiefer serviert. Eine tolle Adresse! Es ist doch immer wieder schön, wie man als „Einheimischer“ erst durch seine Gäste neue reizvolle Ecken kennenlernt und seine Heimatregion mal wie ein Tourist erlebt!

Kugelrund und glücklich schauten wir uns noch ein wenig in Bacharrach selbst um und unsere kundige Führerin Frau Schwarz führte uns durch die engsten und schnuggeligsten Gassen des Mittelalterstädtchens. Bevor wir dann das Schiff in Richtung St. Goar bestiegen, bestand Frau Schwarz außerdem noch darauf, dass wir trotz der vollen Bäuche unbedingt das Riesling-Eis probieren müssten, was es nur hier in der örtlichen, italienischen Eisdiele gibt! Und gelohnt hat es sich allemal…

Vorbei an den vielen anderen schönen Burgen ging es dann weiter rheinabwärts, bis ich leider schon in St. Goar das Schiff verlassen musste. Elena und Claudia fuhren noch auf die andere Seite, um sich natürlich den Loreleyfelsen und das Besucherzentrum auf selbigem nicht auzulassen.

Für mich war es ein wunderbarer Tag mit vielen interessanten Gesprächen zum Thema Reisbloggen, Kreativreisen und neuen Tourimusstrategien, sowie wunderschönen Aussichten auf unser Tal – so könnte jedes Praktikum sein, oder?

Ich hoffe jedenfalls, dass es auch unserem Gast gefallen hat, aber da doch vieles hier laut Elenas Aussage „ach, wie in der Wachau!“ aussieht, bin ich optimistisch. Ich jedenfalls blicke auf einen rundum gelungenen Tag zurück. Und die Radwege am Mittelrhein habe ich nun auch für mich entdeckt.

Probiert es doch mal aus bei eurer nächsten Radtour! Und wem der Rhein zu flach ist, der kann es ja mal in den Weinbergen versuchen oder auf der Downhill-Strecke in Boppard…?

Weitere Fotos und Impressionen zu unserer Tour gibt es auf Elena Paschingers Blog:

http://www.creativelena.com/reiseblog/wunderbares-welterbe-der-romantische-rhein-im-reiseland-deutschland

 





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