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Julia Valerie von: am: 21.08.2013
Julia Valerie Autor(in):    |   21. Aug 2013   |    Kategorie: e-Bike, Naheland, Radwege, Tourentipps,

Landschaftliche Vielfalt bei herrlichem Sommerwetter – Der Kleinbahn-Radrundweg ab Mandel mit dem E-Bike

Vor ein paar Wochen wollten mein Freund und ich, als wir für eine Woche zu Besuch bei seinen Eltern in Mandel (in der Nähe von Bad Kreuznach) waren, zum ersten Mal in unserem Leben eine E-Bike-Tour machen. Wir entschieden uns für die 34 km lange Tour “Kleinbahn-Radrundweg Ellerbachtal – Gräfenbach“.  Es war ein recht heißer Sommertag, aber es war windig. Mit dem Rucksack voller Wasserflaschen und zwei voll aufgeladenen, geliehenen E-Bikes starteten wir unsere E-Bike-Tour motiviert und gut gelaunt ab Mandel durch die Region zwischen Soonwald und Nahe.

Sommerliche Wiesen und Felder in Mandel. - Die Toscana lässt grüßen!

Sommerliche Wiesen und Felder in Mandel. – Die Toscana lässt grüßen!

Von Mandel fuhren wir durch die sommerlichen Felder bis nach Rüdesheim. Die ersten Kilometer war es noch etwas ungewohnt mit dem E-Bike. Man muss erst einmal ein Gefühl dafür entwickeln bei welcher Steigung man wie viel “Mithilfe” durch das E-Bike benötigt, aber wir hatten uns schnell daran gewöhnt und genossen das Fahren mit einer konstanten, leichten Anstrengung, die einem eine intensivere Wahrnehmung seiner Umgebung ermöglicht.

In Rüdesheim mussten wir dann kurz über die Hauptstraße und von dort ins untere Dorf, wo es am malerischen Ellerbach entlang bis nach Weinsheim ging. In Weinsheim muss man ein Stück mitten durch das Dorf auf der Hauptstraße fahren, aber dann kurz vorm Ortsausgang rechts abfahren und direkt wieder links, um wieder auf den Radweg zu kommen. An dieser Abzweigung sind wir zunächst vorbeigefahren, aber merkten schnell, dass wir falsch waren. Ein kurzer Blick auf die Karte führte uns dann wieder auf den richtigen Weg. Als Wegweiser für diese Tour dienen übrigens Eisenbahn-Symbole auf den Schildern!

Ein kurzes Studieren der Karte brachte uns wieder auf den richtigen Weg.

Ein kurzes Studieren der Karte brachte uns wieder auf den richtigen Weg.

Ab hier begann nun der schönste Teil der Tour. Der Radweg führte uns durch eine vielfältige Naturlandschaft – mal Wald, mal Felder, mal Wiesen. Je mehr wir uns der Bockenauer Schweiz näherten, desto felsiger wurde das Panorama. Durch das E-Bike hatten wir dauerhaft das Gefühl geradeaus zu fahren und ließen uns die Sommerbrise mit dem Geruch von frisch gemachten Heu um die Nase wehen, während man beim Fahren die Grillen links und rechts des Weges zirpen hören konnte.

Die Bockenauer Schweiz und die Ausläufer des Soonwalds vor uns.

Die Bockenauer Schweiz und die Ausläufer des Soonwalds vor uns.

In der Bockenauer Schweiz, bevor der steile Abschnitt der Tour begann, machten wir eine Mittagspause auf den rustikalen Holzbänken des dortigen Campingplatzes. Das Essen in der Gaststätte “Zum Budche” war sehr lecker, der Service freundlich & schnell und die Preise absolut in Ordnung. 

Von Bockenau aus ging es dann ein gutes Stück bergauf – zum Glück hatten wir unsere E-Bikes! Höchste Stufe! Gerade mit dem vollen Bauch! 8-O  Dann ein Stück Landstraße -teilweise steil bergab- bis nach Argenschwang.

Nach der Anstrengung begann der Teil der Strecke mit dem größten Spaß-Faktor: In Argenschwang ging es wieder weiter auf dem Radweg. Er war schmal und wand sich größtenteils bergab durch den Wald, teilweise an kleinen, niedlichen Gärten vorbei. Wenn man sich nicht so viel umsehen möchte, kann man hier ein ganzes Stück größtenteils “rollen lassen” und die Geschwindigkeit genießen. (Das E-Bike hat sich auf diesem Abschnitt wieder etwas aufgeladen). Aber Achtung! Der Weg ist schmal und umgeben von Bäumen, was bedeutet, dass häufig Äste usw. auf dem Weg liegen.
Wir schreckten einen großen Bussard auf, der auf einem Ast über dem Weg gesessen hatte und er segelte ein paar Meter knapp über uns hinweg, bevor er nach oben abdrehte.

Ab Dalberg wurde die Tour dann wieder gemütlicher. Richtung Wallhausen verändert sich das Landschaftsbild wieder und der Weg hinter Wallhausen führte idyllisch durch die Weinberge immer parallel zum Gräfenbach. Die Strecke ab Hargesheim zurück nach Rüdesheim war nicht besonders spektakulär, aber vielleicht waren wir auch einfach müde.  8-)

Zusammenfassend war unsere erste E-Bike-Tour ein voller Erfolg! Der Kleinbahn-Radrundweg ist wunderschön und facettenreich. Ich empfehle vor allem E-Bike-Fahrern diese Strecke. Den Schwierigkeitsgrad für normale Fahrräder kann ich leider nicht einschätzen.

Es war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass ich auf einem E-Bike gesessen habe und nicht das letzte Mal, dass ich die Natur der Soonwald-  und Naheregion genossen habe.





1 Kommentar »

  1. Rad-29 Team — 4. November 2013 @ 21:45

    Ein wirklich gut gemachter Artikel mit schönen Fotos, der uns sehr gefallen hat. Das macht Lust, mal auch nach weniger bekannten Radwegen und Radideen zu suchen …. um auf echte Schmankerl zu stoßen, wie dieses hier.

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