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adfcogburgdorf von: am: 10.10.2013
adfcogburgdorf Autor(in):    |   10. Okt 2013   |    Kategorie: Genusstouren, Tourentipps,

On Radtour: Ostsee: von Rostock über Rügen, Bornholm zurück nach Stralsund

Unsere Truppe hatte sich dieses Mal für eine Radtour an der Ostsee entschieden. Wir starteten unsere Fahrradtour in Burgdorf und nahmen den IC Richtung Rostock. Dort begann nun endlich unser großes Radabenteuer und wir radelten über Hinrichshagen nach Warnemünde. Gestärkt vom leckeren Frühstück fuhren wir am nächsten Tag mit der Warnow-Fähre und dann weiter nach Gral-Müritz. Auf dem Weg nach Barth begleiteten uns viele Kraniche. Am nächsten Tag wollten wir 70 Kilometer von Barth nach Stralsund/Stahlbrode zurücklegen. Die Tour führte direkt an der Ostsee entlang und kurz vor Stralsund radelten wir am Schloss Hohenburg vorbei: Hier kehrten wir ein und gönnten uns ein Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee. In Stralsund angekommen, haben wir die wunderschöne Stadt erkundet und uns später natürlich den leckeren Fisch schmecken lassen – ein absolutes Muss an der Ostsee!

Kraniche

Kraniche

 

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Rathaus in Stralsund

Der nächste Tag begann leider mit Nieselregen, aber wir ließen uns davon nicht abschrecken, denn wie heißt es so schön? – Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! Mit der Gleiwitzer Fähre setzten wir nach Rügen über und fuhren auf dem Radweg Richtung Rosengarten weiter. Leider mussten wir feststellen, dass diese Radwege teilweise defekte Betonpisten, Feld- und Sandwege waren, die, bei dem mittlerweile heftigen Regen, kaum befahrbar waren. In einem Bio-Hofladen in Rosengarten wurde uns dann die Route über Garz nach Putbus empfohlen – leider kein Radweg, aber wir machten uns tapfer auf den Weg. In Putbus angekommen waren wir völlig durchnässt und entschieden uns mit dem „rasenden Roland“ bis nach Binz zu fahren. Dort wurden wir dann positiv überrascht: Ein wunderbarer Radweg führte uns direkt bis Prora. Dort übernachteten wir in einer Jugendherberge, die ein Teil des ursprünglichen Gebäudekomplexes des KdF-Bades (Kraft durch Freude) ist. Sehr eindrucksvoll!

Fahrt mit dem "rasenden Roland"

Fahrt mit dem „rasenden Roland“

Am fünften Tag unserer Reise schien endlich wieder die Sonne. Wir radelten an weiteren Ruinen des KdF-Bades vorbei und begaben uns nach Mukran. Von dort setzten wir nach Rønne über. Dort angekommen, schwangen wir uns sofort aufs Rad und fuhren durch die Blykobbe Plantage in Richtung Hasle. Kurz bevor wir an den Felsen Jons Kapel kamen, ging es richtig steil bergauf. Wir mussten absteigen und unsere Räder schieben. Durch die Naturschutzgebiete Ringebakkene und Slotslyngen ging es stetig hoch und runter. Schließlich war endlich die Burgruine Hammershus in Sicht. Ein anstrengender Tag ging bei einem leckeren Räucherfisch zu Ende.

Brandung

Brandung

Nach einem sehr guten Frühstück ging es dann am nächsten Tag wieder auf Tour. Immer direkt an der Küste entlang führte uns diese Etappe nach Svaneke. Die Sicht war sehr gut und man konnte die Insel Christiansø während der ganzen Fahrt gut sehen. Trotz laufender Steigungen genossen wir die Strecke, da sie immer wieder tolle Aussichten auf die Ostsee sowie auf hübsche kleine Häuser an der Strecke ermöglichte. Ein absolutes Muss auf der Strecke waren die Hünengräber und Bautasteine bei Hammershalle, die wir besichtigten. In Listed und Svaneke schauten wir einigen Handwerkern bei der Herstellung von Schmuck, Pralinen und anderen Handwerkswaren (Glas, Keramik, usw.) über die Schulter.

Schärenküste Bornholm

Schärenküste Bornholm

Am nächsten Tag begann die letzte Etappe unserer Umrundung von Bornholm. Von Svaneke radelten wir über Nexø immer an der Küste entlang nach Dueodde. Dort soll es den feinsten Strand geben, der ursprünglich auch in Eieruhren verwendet wurde. Fußgänger und Radler können den Strand auf einem 500 m langen Holzsteg erreichen. Diese Gelegenheit nutzten wir für eine längere Rast, bei der wir uns ein Lakritz-Eis schmecken ließen. Auf dem Weg nach Rønne besuchten wir die Rundkirche in Nylars. Die vielen Windmühlen auf Bornholm waren ein weiterer Hingucker. Zum Abschluss der Rundfahrt Bornholm gönnten wir uns zum Abendbrot noch eine Flasche Wein.

Dueodde - Sand für die Eieruhren

Dueodde – Sand für die Eieruhren

 

Natur auf Bornholm

Natur auf Bornholm

Am nächsten Tag machten wir uns nach einem sehr guten Frühstück mit der Fähre auf nach Mukran. Auf Rügen fuhren wir auf Radwegen an Sassnitz vorbei durch die Wälder in den Nationalpark Jasmund. Die offiziellen Radwege sind nicht im aller besten Zustand und es gibt immer wieder Schlaglöcher. Wir entschieden uns deshalb dazu, auf der Straße weiterzufahren und wurden auf der Durchfahrt von Ortschaften wie Lohme mit schönen Ausblicken auf die See und die reetgedeckten Häuser belohnt. Von Glowe nach Juliusruh konnten wir wieder auf einem asphaltierten Radweg fahren.

Fischerdörfer auf Bornholm

Fischerdörfer auf Bornholm

Unsere nächste Etappe führte uns zum Kap Arkona. Ein recht guter Zustand des Plattenweges und die Aussicht von der Steilküste auf die Landschaft und die See stimmten uns am Morgen froh. An diesem Tag hatten wir allerdings mit Windstärke 7 und heftigen Böen zu kämpfen. Schließlich erreichten wir nach Wiek die Wittower Fähre. Ab Schaprode kam der Wind meist von hinten. Am Nonnensee vorbei radelten wir nach Bergen, wo wir die Nacht verbrachten.

Kap Arkona

Kap Arkona

Um nicht den gleichen Weg zurückfahren zu müssen, radelten wir von Bergen in Richtung Alte Fähr/Rügendamm. Die Beschilderung ab Bergen war sehr gut und auch der Radweg bzw. die Straßen konnten gut befahren werden. Die Strecke führte uns über Tilzow, Güttin, Mölln und Rambin immer an der Küste entlang nach Alte Fähr. Während dieser Strecke konnten wir wieder unzählige Kraniche beobachten, die zu ihren Schlafplätzen am Bodden bei Hiddensee/Fischland/Darß hinzogen. Wir radelten über den Rügendamm und sahen die neue Rügenbrücke. Von Stralsund aus fuhren wir die bereits bekannte Strecke nach Devin zurück. Den letzten Tag ließen wir gemütlich angehen, da unser Zug nach Burgdorf erst am Nachmittag fuhr. Nach dem Frühstück radelten wir nach Stralsund und genossen dort noch den Tag am Hafen bei Kaffee und Kuchen.

Die neue Rügenbrücke

Die neue Rügenbrücke

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Gorch Fork I im Hafen von Stralsund

Unser Fazit nach 605 Kilometern Radtour an der Ostsee: Die Radwege sowie deren Beschilderung sind meist sehr gut, an einigen Stellen jedoch leider weniger gut. Die einzigartige Küstenlandschaft lässt sich aber sehr gut erradeln und ist die kleinen Strapazen auf jeden Fall Wert.

 





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