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BikeBloggerBerlin von: am: 4.05.2016
BikeBloggerBerlin Autor(in):    |   4. Mai 2016   |    Kategorie: Brandenburg,

Der Spreewald: eine (Rad-)Reise wert!

Durch Erzählungen des Spreewald-Ureinwohners The VeloBeard Georg war ich auf den Spreewald neugierig geworden. Genauer gesagt auf den Spreewald-Marathon. Da wird nämlich nicht nur gelaufen (und gewandert und geskatet und gepaddelt und und und), sondern auch ordentlich mit dem Rad gefahren. Und das in fast allen Facetten des Radsports: Vom Kiddie-Rennen über die 20 km-Familientour, vom Einzelzeitfahren mit professioneller Zeitnahme bis hin zur Marathon-RTF mit 200 km ist alles dabei. (Fast) das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen: die wohl einmalige, massive Finishermedaille-Gurke!

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2014 sollte ich mein Debut bei dieser Veranstaltung geben. 200 km sind im Frühjahr ein erster Leistungs-Check, speziell wenn man mit dem Velobeard und daher schlichtweg nicht langsam fährt. Angenehmes Wetter lud zum Schnellfahren ein und wir nahmen diese Einladung dankbar an. Dass die Landschaft recht schön war – daran konnte ich mich anschließend kaum noch erinnern.

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2015 stand der Spreewaldmarathon für mich im Zeichen von Besi & Friends – ein halbes Jahr hatte ich Besi und die anderen Teammitglieder nicht mehr gesehen und so war diese Runde ein geeigneter Grund, mal wieder gemeinsam zu rollen. Von Beginn an war klar: es wird schnell gefahren. Im hinteren Bereich wollte Besi nicht bleiben, da hier viele unerfahrene Sportler das Rennen unsicher machen können. Also nach vorne, Besi vorneweg, wir hinterher. Puls zeitweise nahe der Schmerzgrenze. Dann erreichten wir die führende, recht große Gruppe. An ein Vorbeifahren war nicht zu denken, also fuhren wir mit.

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Wir kamen an eine Autobahnüberführung und erlebten den Ziehharmonika-Effekt live. Vor uns ging man in die Bremsen, wir also auch. Kontrolliert. Bis ich einen Stoß von hinten spürte und mich auf dem Asphalt wiederfand. Da ich auf dem Rücken aufkam gab es keine Diskussion: ab ins Krankenhaus. Gregor, unser „Teamarzt“ konnte zwar einen Bruch mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen, beim Rücken ist eine Schnelldiagnose jedoch zu gewagt, so dass er mir dringend empfahl, mich vom Rettungsdienst ins Krankenhaus fahren zu lassen. Ohne Röntgenbild hätte eine schwerwiegende Verletzung vorläufig unerkannt bleiben können. Nun, ich beendete meine zweite Teilnahme also im Krankenwagen. Besi, Derk, Uwe und Gregor kamen hingegen unfallfrei durch, später erreichte auch Britta zufrieden das Ziel.

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Der Spreewald hatte also – zumindest was mich betrifft – etwas gut zu machen. April 2016. Sicher fahren, kontrolliert, ruhig und im Trainingstempo war meine Maßgabe. Die Runde wollte ich zur Vorbereitung für die Besi & Friends-Tour nach St. Tropez, nicht als Leistungstest fahren. Deshalb hatte ich auch keine Ambitionen, mit Georg das Rennen von der Spitze an zu fahren. Amrei, Britta und Antje hatten sich auch für die 200 km angemeldet, so dass ich keine Gruppe suchen musste. Britta fuhr in ihrem eigenen Tempo, Amrei, Antje und ich gemeinsam. Während der ersten Kilometer war ich noch ein wenig verkrampft, die Erfahrung vom letzten Jahr konnte ich noch nicht ganz abschütteln. Erst nach der Autobahnüberführung bei Kilometer 30 konnte ich meinen virtuellen Hut ziehen und gelöster weiterfahren. Das Tempo war etwas höher als geplant – es rollte einfach zu gut. Zwischendurch trafen wir immer wieder nette Radsportler, mit denen sich angeregte Gespräche entwickelten.

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Irgendwann ließ Antje uns dann allein weiterfahren, sie zog ein etwas ruhigeres Tempo vor. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke setzte dann der Regen, der erst für den Nachmittag angesagt war, ein – und hörte bis zum Ziel nicht mehr auf. Da ich mich auf den Wetterbericht verlassen hatte, durften Ass-Saver und Windweste die Rolle der Regenjacke, die allein in der Ferienwohnung zurückbleiben musste, übernehmen. Rückblickend muss ich diesen beiden Teilen meine Anerkennung aussprechen: man kann nach 3 Stunden Dauerregen durchaus noch stärker durchnässt im Ziel ankommen. So richtig schön war es dennoch nicht.

Im Ziel konnten wir zwar noch lächeln, gefroren haben wir dennoch. Der ganze Körper schrie nach der heißen Dusche! Dann ging es gleich wieder zurück zum Ziel um Brittas Zieleinfahrt festzuhalten. Da wagte sich sogar wieder die Sonne hervor. Nicht mit Georg gefahren zu sein war übrigens die richtige Entscheidung: er kam mit seiner Gruppe mit einem 37er Schnitt ins Ziel und war damit noch schneller als 2014!

Den Organisatoren des Spreewaldmarathons möchte ich an dieser Stelle mein Lob aussprechen: die Organisation der 200 km-RTF ist vorbildlich und für die recht geringe Startgebühr hervorragend! Nur beim Wetter könntet ihr 2017 etwas nachhelfen 😉





4 Kommentare »

  1. Robert — 9. Mai 2016 @ 08:38

    Das klingt wirklich nach einem tollen Marathon. Bei uns rund um Hotel Brixen tendiere ich eher zu Mountainbike Touren, das bietet sich in den Bergen einfach eher an. Aber nach dem Bericht könnte es sein, dass ich mal Urlaub im Spreewald in Betracht ziehe. Soll ja allgemein schön sein.

  2. Isa — 6. Juni 2016 @ 09:09

    Der Spreewald ist ein tolles Gebiet zum Biken. Wir fahren jedes Jahr vom Defereggental Osttirol für eine Woche in den Spreewald. 🙂

  3. Oli — 16. Juli 2016 @ 03:13

    Toller Marathon! Ich bin auch ein riesen Fan vom Spreewald, er eignet sich hervorragend für solch einen Marathon

  4. Radtouren Checker (Markus Vogt) — 5. November 2016 @ 17:46

    Dieses Jahr bin ich auch von Berlin nach Frankfurt/Oder in Brandenburg fahrradgefahren. Ich mochte es sehr, war so ruhig dort nach dem Troubel in der Hauptstadt.
    Nächstes Mal versuche ich auch im Spreewald vorbeizukommen. Der Artikel macht auf jeden Fall Lust darauf!

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