12. September 2012

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Nach so einem Schätzchen hatte ich lange gesucht. Beim Arbeitskollegen des Fahrradkumpels, der auf meiner Straße wohnt, stand das Peugeot Rennrad zehn Jahre lang in der Garage. Ungenutzt, kaum einen Kilometer gefahren, vergessen. Offensichtlich war ihm die Lust aufs Rennradfahren abhanden gekommen.
Der Marke Peugeot bin ich bei Fahrrädern seit mittlerweile seit 24 Jahren treu. Damals, 1989, als ich mein erstes Rennrad kaufte, war Peugeot das Maß aller Dinge. Schaltung, Zahnkränze, Kette, Umwerfer, alles fädelte sich nahtlos ein. Mit dem Rahmen aus Aluminium war das Rad federleicht. Die Bremsen packten und griffen sofort. Butterweich rollte das Rad auf der Straße. Das Fahrgefühl ließ mich in den Himmel schweben, das Landschaftserlebnis versetzte mich in Ekstase. Mit 14 Gängen war der kleinste Gang klein genug, um die Berge hoch zu kommen. Und der höchste Gang passte in flacher Landschaft genauso. Übertragen auf Autos, ist Peugeot für mich so etwas wie der Volkswagen unter den Rennrädern. Das Rad läuft und läuft und läuft – und wenn etwas verschließt, wird es ersetzt. Anschließend läuft das Rad und es läuft und läuft und läuft …
Jäh unterbrochen wurde mein Traum vom Rennradfahren 1997, als mein Peugeot Rennrad geklaut wurde. Das war eigentlich leichtsinnig, dieses Schmuckstück tagsüber am Bahnhof stehen zu lassen. In den Folgejahren hatte ich weder Geld noch Zeit, mir ein neues Rennrad zu leisten. Unsere großen Kinder waren klein, so dass ich jede Menge andere Dinge um die Ohren hatte. Rennradfahren fand nicht mehr statt. Anstatt dessen war ich mit einem normalen Tourenrad unterwegs. Das war zwar auch die Marke Peugeot, aber kräftige Steigungen oder ins Mittelgebirge hoch traute ich mich nicht mehr. (mehr…)